PRESSEMITTEILUNG VOM 24. MAI 2022

ESWE Verkehr drückt bei meinRad auf Reset-Knopf: Neuausrichtung bei Fahrradvermietsystem geplant

Wiesbadens Mobilitätsdienstleister plant eine Neuausrichtung bei ESWE Verkehr meinRad. Das Fahrradvermietsystem in der hessischen Landeshauptstadt soll auf grundsätzlich neue Räder gestellt werden. Um die Neuausrichtung zu ermöglichen, wird das Wiesbadener „meinRad“-Angebot in der Nacht zum 30. Mai 2022 bis auf Weiteres unterbrochen. ESWE Verkehr arbeitet damit weiter konsequent an seiner Strategie, ein attraktives umfassendes Mobilitätsangebot für Wiesbaden zu schaffen.

„Unser Ziel ist es, ein Fahrradangebot auf die Straße zu bringen, dass noch besser auf die Bedürfnisse der Menschen in der Stadt zugeschnitten ist“, erklärt ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jan Görnemann. In den letzten Monaten sind die meinRad-Nutzungszahlen stetig gesunken. „Im April hatten wir insgesamt 1.800 Ausleihen, also nur 450 Vermietungen pro Woche. Damit ist die Wirtschaftlichkeit des Systems nicht gegeben“, so Görnemann weiter. „Es ist nur richtig, dann auch konsequent zu sagen, dass es so nicht weitergehen kann.“

Die Nutzung von ESWE Verkehr meinRad wird daher in der Nacht zum 30. Mai 2022 für Wiesbadener Nutzer unterbrochen. Ab diesem Tag wird das Anmieten der orangefarbenen Zweiräder in der hessischen Landeshauptstadt nicht mehr möglich sein. Die Unterbrechung fällt zeitgleich mit einer geplanten „meinRad“-Systemumstellung in Mainz zum 1. Juni zusammen. Damit endet zugleich die Kooperation der beiden Landeshauptstädte beim Betrieb des Fahrradvermietsystems.

„Aus unserer Sicht ist es der richtige Zeitpunkt, diesen Schritt nicht mitzugehen und stattdessen die Neuausrichtung eines Fahrradvermietsystems für Wiesbaden anzustreben“, so Jan Görnemann. „Der Markt ist mit anderen Fahrradverleihern und vor allem Elektro-Tretrollern hart umkämpft. Zugleich ist es uns nicht gelungen, klassischen Radnutzern wie Studierenden oder Touristen ein attraktives Angebot zu machen.“ Trotz intensiver Bemühungen von ESWE Verkehr wurde es nach den positiven Entwicklungen zum Systemstart im Sommer 2018 nicht geschafft, genug langfristig regelmäßige Nutzer für das aktuelle Konzept zu gewinnen. „Das Schöne an ehrlichen Bestandsaufnahmen ist, dass man daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen kann. Und genau das haben wir jetzt vor“, sagt Görnemann.

Da die „meinRad“-Neuausrichtung Zeit in Anspruch nehmen wird, veranlasst ESWE Verkehr in den kommenden Tagen die nächsten Schritte. Dazu gehört unter anderem das Einsammeln aller 600 Fahrräder. Die bisherigen 89 „meinRad“-Stationen bleiben jedoch an allen Standorten in der Stadt erhalten und sollen in die Neukonzeption mit einfließen. Die Ausleih-Funktion in der App zu ESWE Verkehr meinRad wird zum 30. Mai deaktiviert. Eine Neuregistrierung wird ebenfalls nicht mehr möglich sein.

„Wir haben diese Entscheidung nach einem langen Abwägungsprozess unter allen Beteiligten gemeinsam getroffen. Uns ist bewusst, dass ein neues Konzept eine nötige Reifezeit braucht. Diese Zeit werden wir uns auch nehmen“, sagt der ESWE-Verkehr-Geschäftsführer. Am Ende sei es jedoch wichtig, dass die neue Strategie wirtschaftlich zu betreiben ist. „Außerdem muss das neue ‚meinRad-Konzept‘ sinnvoll dazu beitragen, die Autofahrten in Wiesbaden zu reduzieren“, so Jan Görnemann abschließend.

 

Alle Fragen und Antworten zur Unterbrechung von ESWE Verkehr meinRad haben wir für Sie hier zusammengetragen. Sollten Sie dennoch weitere Fragen haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeiten auf unserer Kontakt-Seite. Alle Kontaktmöglichkeiten haben wir auf dieser Seite für Sie zusammengestellt.

Häufig gestellte Fragen

Neuausrichtung „meinRad“
  • In den letzten Monaten sind die meinRad-Nutzungszahlen stetig gesunken. „Im April hatten wir insgesamt 1.800 Ausleihen, also nur 450 Vermietungen pro Woche. Damit ist die Wirtschaftlichkeit des Systems nicht gegeben“, so ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jan Görnemann. „Es ist nur richtig, dann auch konsequent zu sagen, dass es so nicht weitergehen kann.“

    „Der Markt ist mit anderen Fahrradverleihern und vor allem Elektro-Tretrollern hart umkämpft. Zugleich ist es uns nicht gelungen, klassischen Radnutzern wie Studierenden oder Touristen ein attraktives Angebot zu machen.“ Trotz intensiver Bemühungen von ESWE Verkehr wurde es nach den positiven Entwicklungen zum Systemstart im Sommer 2018 nicht geschafft, genug langfristig regelmäßige Nutzer für das aktuelle Konzept zu gewinnen. „Das Schöne an ehrlichen Bestandsaufnahmen ist, dass man daraus die richtigen Schlüsse für die Zukunft ziehen kann. Und genau das haben wir jetzt vor“, sagt Görnemann.

  • Um die Neuausrichtung zu ermöglichen, wurde das Wiesbadener „meinRad“-Angebot in der Nacht zum 30. Mai 2022 bis auf Weiteres unterbrochen. Seit diesem Tag ist das Anmieten der orangefarbenen Zweiräder in der hessischen Landeshauptstadt nicht mehr möglich.

    Eine Neuregistrierung ist ebenfalls nicht mehr möglich.

  • Als aktiver Kunde von „meinRad“ ist der Vertragspartner die MVGmeinRad GmbH. Bitte wenden Sie sich an die zuständigen Ansprechpartner. Weitere Infos finden Sie auf: www.mainzer-mobilitaet.de

  • Diese werden automatisch gelöscht. Es besteht Ihrerseits kein Handlungsbedarf. Da der Vertragspartner die MVGmeinRad GmbH ist, wenden Sie sich bei Fragen an die zuständigen Ansprechpartner. Weitere Infos finden Sie auf: www.mainzer-mobilitaet.de

  • Die bisherigen 89 „meinRad“-Stationen bleiben jedoch an allen Standorten in der Stadt erhalten und sollen in die Neukonzeption mit einfließen.

  • Alle orangefarbenen 600 Fahrräder in Wiesbaden, Amöneburg, Kastel und Kostheim werden eingesammelt.

  • „Wir haben diese Entscheidung nach einem langen Abwägungsprozess unter allen Beteiligten gemeinsam getroffen. Uns ist bewusst, dass ein neues Konzept eine nötige Reifezeit braucht. Diese Zeit werden wir uns auch nehmen“, sagt der ESWE-Verkehr-Geschäftsführer. Am Ende sei es jedoch wichtig, dass die neue Strategie wirtschaftlich zu betreiben ist. „Außerdem muss das neue ‚meinRad-Konzept‘ sinnvoll dazu beitragen, die Autofahrten in Wiesbaden zu reduzieren“, so Jan Görnemann abschließend.

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