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Diese Meldung wurde am 13.03.2016 um 11:41 Uhr archiviert.

Der fröhlich wehende Gruß vom Busdach

Wenn am 12. September das diesjährige Rheingau-Musik-Festival (kurz: RMF) zu Ende geht, dann endet auch die Zeit, in der die vordere Dachkante mancher ESWE-Busse mit Fähnchen geschmückt ist, auf denen das Logo des Festivals prangt. Das RMF-Signet, das – je nach individueller Sichtweise des Betrachters – Weintrauben zeigt, die an Musiknoten erinnern, oder aber Musiknoten, die wie Weintrauben aussehen, ist nur eines von zahlreichen Motiven, die auf den Busflaggen von ESWE Verkehr vorkommen. Diese Flaggen sind freundliche Image- und Sympathieträger gleichermaßen, sie symbolisieren die enge Verbundenheit des Wiesbadener Nahverkehrs mit dem städtischen Leben – und sie bringen etwas mehr Farbe ins Straßenbild.

Mehr als 1.000 Flaggen, jede 42 mal 29 Zentimeter groß und aus strapazierfähigem Kunststoff-Textil hergestellt, sind es, die in einem Kellerraum unter den Hallen der ESWE-Buswerkstatt lagern – fein säuberlich sortiert nach jeweils aufgedrucktem Motiv. Zu welchen Gelegenheiten sie den Bussen aufgesteckt werden, richtet sich nach einem festen Plan. Dieser „Flaggenplan“ listet nicht nur die Anlässe auf, zu denen alljährlich geflaggt wird – beispielsweise Fastnacht, Pfingsten und das Wilhelmstraßenfest –, er bestimmt auch, ob die gesamte Busflotte, immerhin 240 Fahrzeuge, geschmückt wird oder nur ein oder zwei Dutzend Busse.

„Zum Beispiel während der Rheingauer Weinwoche, die ja eine Veranstaltung von stadtweiter Bedeutung ist, trägt jeder unserer Busse eine Beflaggung“, erläutert Dietmar Schneider, Fachbereichsleiter des Technischen Betriebs bei ESWE Verkehr; „hingegen werden bei Stadtteilfesten, etwa bei der Gibber Kerb, nur jene Fahrzeuge mit Flaggen bestückt, die an den Veranstaltungstagen auf den Linien verkehren, die in den jeweiligen Stadtteil führen.“

Doch der Flaggenplan sagt noch einiges mehr aus: Er regelt nämlich ebenfalls, zu welchem Anlass welche Flaggenmotive zum Einsatz kommen. Da jeder Bus über eine doppelte Flaggenhalterung verfügt – diese mit einer Feder gesicherten Halterungen werden übrigens beim Buskauf nicht ab Werk mitgeliefert, vielmehr werden sie bei ESWE Verkehr eigens an die Fahrzeuge montiert –, ist es stets ein Flaggen-Duo, das auf der vorderen Dachkante im Fahrtwind weht. In den allermeisten Fällen werden zwei unterschiedliche Motive aufgesteckt: zum Beispiel an Fastnacht das Wiesbadener Stadtwappen (drei goldene Lilien auf blauem Grund) in Kombination mit dem rot-weiß-blau-gelben Karnevalslogo, oder zur Rheingauer Weinwoche die hessischen Landesfarben (Rot-Weiß) kombiniert mit Wiesbadens Lilien. Welches Fähnchen jeweils links in die Halterung eingesteckt wird und welches rechts – auch dies regelt der Flaggenplan.

Unter den eingangs erwähnten gut 1.000 Flaggen, die ESWE Verkehr besitzt, sind die Motive „Stadt Wiesbaden“, „Land Hessen“ und „Fastnacht“ am stärksten vertreten: Sie machen ungefähr je ein knappes Drittel des Flaggen-Gesamtbestands aus. Dieser wird übrigens regelmäßig erneuert: „Im Schnitt wird pro Jahr etwa jede zehnte Flagge wegen Verschleiß ausgemustert und durch ein neues Exemplar ersetzt“, weiß Dietmar Schneider. Und er weiß noch mehr: Schon bald wird es ein ganz neues Motiv geben – es sollen nämlich erstmals Flaggen angeschafft werden, die das ESWE-Verkehr-Logo zeigen.

Bleibt zum Abschluss bloß noch eine letzte Frage zu klären: Wie ist das eigentlich bei Festivitäten à la Rheingauer Weinwoche, bei der die gesamte Busflotte zehn Tage lang beflaggt ist – müssen dann die Einfahrer (also jene Mitarbeiter der ESWE-Buswerkstatt, die die Fahrzeuge allabendlich zum Tanken und Waschen fahren) die Flaggen jeden Abend von den Bussen herunternehmen, bevor diese in die Waschstraße geschickt werden? „Nein“, erklärt Dietmar Schneider, „in solchen Fällen schalten wir die Dachbürsten unserer Waschanlage einfach ab, sodass weder den Flaggen eine Beschädigung droht noch das Busdach von einem eventuell umknickenden Fahnenmast zerkratzt werden kann.“

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