Deine Login-Daten konnten leider nicht bestätigt werden! Gibt es ein Problem?

Diese Meldung wurde am 29.04.2016 um 12:45 Uhr archiviert.

HAUTNAH: Die Reifenwerkstatt

Der Herr der Reifen

„Hautnah“ zu Besuch in der ESWE-Reifenwerkstatt

Schwarzes Gummi, wohin man sieht. Auch ohne das Schild am Eingang gelesen zu haben, erkennt der Besucher sofort, wo er sich befindet: Nicht nur der Anblick aufgestapelter Reifen, auch der Geruch lassen keinen Zweifel aufkommen – dies ist die Reifenwerkstatt. „Das Gummi rieche ich aber nur noch, wenn ich nach drei Wochen Urlaub hierhin zurückkomme“; das sagt Bernd Meffert, der hier das Sagen hat. Der 52-Jährige „ist“ die Reifenwerkstatt, und das bereits seit 1998.

Ein Jahresverbrauch von 800 bis 1.000 Reifen

Summa summarum trägt Bernd Meffert die Verantwortung für fast 2.000 Busreifen: Exakt 1.864 Pneus sind auf den 240 ESWE-Linienbussen montiert, hinzu kommen die Reifen der beiden Fahrschulbusse sowie des Reise- und des Oldtimerbusses, und weitere gut 100 Reifen bilden stets den Lagerbestand. Rund 120.000 Kilometer Laufleistung erreicht im Durchschnitt ein Normalbus-Reifen, beim deutlich schwereren Gelenkbus sind’s ungefähr 80.000 Kilometer. „Pro Jahr verbrauchen wir etwa 800 bis 1.000 Reifen“, erklärt Bernd Meffert – angesichts eines Stückpreises von etwa 500 Euro kann man sich ausmalen, welche Geldsummen hier im Spiel sind.

Die Reifenflanken werden besonders beansprucht

Der Preis kommt nicht von ungefähr: Linienbusreifen müssen noch robuster gebaut sein als die ohnehin schon sehr strapazierfähigen Reifen von Reisebussen oder Lkws: „Dies liegt vor allem an der besonderen Beanspruchung der Reifenflanken – eine Folge des häufigen Bordsteinkontakts beim Heranfahren an die Haltestellen“, weiß Bernd Meffert. Jeden Bus nimmt der ESWE-Reifenexperte mindestens ein Mal pro Monat gründlich unter die Lupe, um den Zustand der Pneus, aber auch den der Felgen zu überprüfen. „Die Profiltiefe der Reifen checke ich natürlich ebenfalls“, erläutert der „Reifenmann“, der auch schon mal zur Hilfe gerufen wird, wenn draußen im Streckennetz ein Bus mit einem Reifenschaden liegen geblieben ist.

Übrigens: Rund 100 Kilogramm wiegt ein Busreifen mitsamt Felge und Luft. Bernd Meffert: „Ja, auch die Reifenluft hat ihren Anteil am Gesamtgewicht, und der ist gar nicht mal so gering.“

Video

0 Kommentare zu dieser Meldung

Um einen Kommentar verfassen zu können, müssen Sie sich einloggen.

Ansprechpartner

Online-Redaktion