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Diese Meldung wurde am 18.03.2019 um 13:54 Uhr archiviert.

Mindestabstand wahren – oder hinter dem Rad fahren

Drei ESWE-Verkehr-Busse mit neuem Slogan

Mit der neuen Kampagne „Respekt – Eine Frage des Abstands“ will ESWE Verkehr gemeinsam mit dem Wiesbadener Verkehrsdezernat und dem ADFC zu mehr Rücksichtnahme für Radfahrer aufrufen und an den gesetzlich notwendigen Mindestabstand beim Überholen von 1,5 Metern erinnern. „Seit der Eröffnung unseres Fahrradvermietsystems im Sommer vergangenen Jahres wird auch in unserer Fahrschule verstärkt Wert auf dieses Thema gelegt“, berichtet ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jörg Gerhard.

Er selbst kenne die Situation „den Außenspiegel eines Autos in der Armbeuge zu haben“ leider sehr genau, berichtet Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol von seinen Erfahrungen als passionierter Radfahrer: „Der Mindestabstand von Autos, LKW oder Bussen zum Rad ist gesetzlich vorgeschrieben, bei unsicheren oder unerfahrenen Verkehrsteilnehmern wie Kindern müssen es sogar zwei Meter beim Überholen sein.“ Der Radverkehr in Wiesbaden solle „dramatisch“ zunehmen. Dies sei aber nur möglich, wenn sich die Radfahrer auch sicher fühlten und auf das Velo umstiegen. Reiche der Abstand zum Rad nicht, müsse auf das Überholen eben verzichtet werden.

Auch Günni Langer, Pressesprecher des ADFC-Kreisverbandes Wiesbaden/ Rheingau-Taunus hofft, „dass Wiesbaden seinen Titel als radfahrerunfreundlichste Großstadt endlich verliert“. 

Derzeit tragen drei Busse von ESWE Verkehr die Aufforderung zum Mindestabstand auf dem Heck. Auch städtische Fahrzeuge sollen künftig mit dem Slogan versehen werden.

 

Auf dem Foto (Hinweis: ESWE Verkehr) sehen Sie v. l. n. r. : ESWE-Verkehr-Geschäftsführer Jörg Gerhard, Wiesbadens Verkehrsdezernent Andreas Kowol und Günni Langer, Pressesprecher des ADFC-Kreisverbandes Wiesbaden/ Rheingau-Taunus.

3 Kommentare zu dieser Meldung

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Heak20 · 22.02.2019, 08:12 Uhr

Es wäre schön, wenn die Busfahrer hier mit gutem Beispiel vorangingen. Als Radfahrer bin ich auf Busspuren (die als Radweg ausgewiesen sind) schon von Bussen angehupt worden und als Busmitfahrer sehe ich immer wieder 'optimal knappe' Überholmanöver, bei denen mir im Bus schwindlig wird, wenn ich an den überholten Radfahrer denke.

Joanna Onibudo-Johnson · 22.02.2019, 08:41 Uhr

Hallo, Heak20,

auch wir wollen und müssen uns daran halten, darüber hinaus wollen wir aber auch andere Verkehrsteilnehmer dafür sensibilisieren! Nur so wird unsere schöne Stadt endlich fahrradfreundlich.

Freundliche Grüße
Joanna Onibudo-Johnson

gidjuh1988 · 22.02.2019, 11:12 Uhr

Außer, dass ich mich meinem Vorredner anschließen möchte (es sind oft die BusfahrerInnen, die "gefährlich" überholen, vor allem aber die, die die Überlandbusse fahren), ist vor allem folgendes der Fall:
Die Infrastruktur in Wiesbaden bietet nicht die Voraussetzungen für diesen Mindestabstand (vgl. z. B. die Situation in der Taunusstraße). Entweder müsste eine Radweginfrastruktur wie in Amsterdam, Kopenhagen oder Münster - oder es müssten Überholverbote konzipiert werden.
Bitte sagen Sie auch, dass Ihre BusfahrerInnen vor der Ampel Platz lassen sollten an der rechten Seite - ich stehe ungern hinter dem Bus im Dieselabgas.

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