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„Meine ESWE“-Forum

eTicket wie schützen?

Hallo zusammen,

 im Jahr 2011 wurde meine "persönliche Jahrskarte im Abonnement" durch ein sog. "eTicket" ersetzt. Es handelt sich hierbei offenbar um eine Chipkarte bzw. Smartcard mit kontaktloser Funktion (RFID bzw. NFC).

Aus eigener Erfahrung mit zahlreichen Kreditkarten (die eine technisch gleichartige NFC-Funktion besitzen, die dort u.a. als Contactless oder PayWave vermarktet wird) weiss ich, dass die durchschnittliche Lebenserwartung dieser Komponenten bei etwa zwei Jahren liegt - auf gut deutsch: sie sterben wie die Fliegen.

Das ist bei einer Kreditkarte natürlich ganz unproblematisch: man kann ja immer auch die klassische Funktion mit PIN/Unterschrift nutzen; und ansonsten genügt ein kurzer Anruf, man wird zuvorkommend behandelt, und nach wenigen Tagen ist eine neue Karte in der Post.

Bei besagtem "eTicket" scheinen, wie sich mir gerade offenbart, die Dinge nicht ganz so unproblematisch zu laufen.

Daher bin ich nun auf der Suche nach Möglichkeiten, wie diese Bausteine vor Ausfällen geschützt werden können, wobei zunächst zu ermitteln ist, wodurch sie eigentlich kaputtgehen. Disbezüglich bin ich auf folgende m.E. recht gut recherchierte Seite gelangt:
https://digitalcourage.de/blog/2010/wie-kann-ich-rfid-chips-unbrauchbar-machen

Die Antwort ist also schlicht: gar nicht - es gibt keine bekannten Umwelteinflüsse, die solche Chips beschädigen würden (abgesehen von mechanischer Zerstörung). Die Ausfallhäufigkeit liegt also offenbar an der Produktqualität.

Daneben habe ich noch eine eigene ungesicherte Hypothese: ich bin Vielflieger mit über sechzig Flügen im Jahr. Es ist bekannt, dass in den beflogenen Höhen eine stärkere Belastung durch harte kosmische Strahlung besteht. Es ist ebenfalls bekannt, dass solche Strahlung elektronsiche Schaltkreise mittelfristig beschädigen kann. Ob hier freilich ein Zusammenhang besteht, ist schwer zu beurteilen und schon gar nicht verifizierbar - es handelt sich wie gesagt nur um eine Hypothese. Aber selbst wenn, so wäre das auch nicht vermeidbar, denn die Chipkarte ist ja spätestens für den Heimweg vom Airport erforderlich.

Was also kann man tun?
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Hallo KaliGulag,

das Nutzermedium ist 5 Jahre lang gültig und nach Ablauf wird es durch ein Neues ersetzt, insofern noch ein Abonnement bei uns besteht.
Sollte es in der Zwischenzeit verloren gehen, muss der Kunde uns den Verlust sofort melden damit wir es sperren können und gegen eine Gebühr von 10 EUR bekommt der Kunde ein neues Nutzermedium ausgehändigt. Hierzu ist es von Vorteil, wenn der Kunde persönlich vor Ort in einer unseren RMV-Mobilitätszentralen vorstellig wird, damit wir dem Kunden das neue Nutzermedium direkt in die Hand geben können und er ohne Zeitverlust sein Abonnement weiter nutzen kann. Sollte es für den Kunden nicht möglich sein einer unserer RMV-Mobilitätszentralen zu besuchen, senden wir ein neues Ticket auch per Post zu. Hierbei ist zu beachten, dass der Kunde dann zeitweise nicht sein Abonnement nutzen kann und er evtl. ein zusätzlichen Fahrschein lösen muss. Dies wird nicht von der Verkehrsgesellschaft erstattet. Ähnlich verhält es sich auch im Falle, wenn das Nutzermedium defekt sein sollte. In diesem Falle wird keine Gebühr erhoben, insofern wir nach einer Prüfung den tatsächlichen technischen Defekt feststellen.

Viele Grüße.

Joanna Onibudo-Johnson
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Hallo Frau Onibudo-Johnson,

 haben Sie dank für Ihre Antwort. Leider gehen Sie nur am Rande auf die von mir thematisierte Problematik und gar nicht auf meine Frage ein.

Gewiss kann es vorkommen, dass man eine Fahrkarte verliert. In dem Fall hat man einen Fehler gemacht und hat möglicherweise ein Problem. Das ist aber nicht das Thema. Sondern mich interessiert hier einzig der Fall, dass das sog. Nutzermedium nicht funktioniert. Denn das tritt nach meiner Erfahrung mit entsprechender Technologie nicht selten ein, und dennoch wird dieser Fall auf den Webseiten des RMV mit keinem Wort erwähnt, geschweige denn dass der Kunde irgendeine Anleitung für das weitere Vorgehen bekäme, und schon gar keine Vermeidungsstrategie (die es mglw. auch gar nicht gibt).

Hierzu schreiben Sie:
[quote]Ähnlich verhält es sich auch im Falle, wenn das Nutzermedium defekt sein sollte. In diesem Falle wird keine Gebühr erhoben, insofern wir
nach einer Prüfung den tatsächlichen technischen Defekt feststellen.
[/quote]Das ist so leider nicht ganz treffend, und geht auch weitestgehend an den entstehenden Problemen vorbei.

Zunächst sollten wir feststellen, dass der Kunde einen solchen Defekt nicht bemerken und auch ohne weiteren Aufwand nicht selber feststellen kann. Typischerweise wird der Defekt erst offenbar, wenn bei einer Kontrolle die Fahrkarte nicht funktioniert. Dann aber wird der Kunde als Schwarzfahrer behandelt, mit allen üblen Konsequenzen: Festhalten, Polizeieinsatz, Identitätsfeststellung, Zahlungsbefehl. (*1)

Als nächstes hat der Kunde das Problem, seine Fahrkarte (oder "Nutzermedium") ersetzt zu bekommen. Das ist zwar grundsätzlich möglich, verläuft aber bei weitem nicht so einfach wie Sie es darstellen. Es kommt dabei nämlich darauf an, wer das Ding ausgestellt hat. Eine Schilderung dessen, was man dabei zu erwarten hat, findet sich hier. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass die in dem Artikel beschriebene Odyssee nicht, wie Frau Karola Brack in dem Artkiel behauptet, ein Ausnahmefall ist, sondern genau dem Üblichen entspricht.

Zuständig für den Ersatz des defekten Mediums ist also immer nur der jeweilige Aussteller (*2). In meinem Fall ist das die Deutsche Bahn, konkret das Abocenter in Saarbrücken(!). Wenn man sich danach auf die Suche macht, stellt man jedoch fest, dass dieser Shop überhaupt nicht (mehr) existiert bzw. unbekannt verzogen ist. Mit m.o.w. viel Glück findet man irgendwann eine Stelle, die einem kompetent Auskunft geben kann, und wird dann dahin geschickt wo der Defekt behoben werden kann - das ist in diesem Fall nicht die ESWE, auch nicht der RMV, sondern die Reisezentren der DB. Dort wird man dann i.d.R. auch kompetent und freundlich bedient.

Wenn man nun freilich denkt, dass das Ärgernis damit endlich behoben sein sollte, dann wird man bald eines schlechteren belehrt. Die ESWE besteht nämlich weiterhin darauf, einen als Schwarzfahrer zu verfolgen.(*3) Und dem kann man sich noch nichteinmal dadurch entledigen, dass man den Beleg der ersetzten Chipkarte an einer ESWE-Verkaufsstelle vorlegt, sondern das muß in der Zentrale in Wiesbaden Luisenzentrum zu Geschäftszeiten korrigiert werden - da wird also wahrscheinlich ein halber Tag Urlaub nötig. (Nicht unerwähnt bleiben darf allerdings auch, dass man in besagter Zentrale dann wirklich kompetent, engagiert und verständig geholfen bekommt.)

Weiterhin kommt erschwerend hinzu, dass der Kunde während der ganzen Odyssee bis zum Austausch der defekten Chipkarte keinen gültigen Fahrschein hat und sich also zusätzlich noch Fahrkarten kaufen muss, die, wie Sie richtig schreiben, nicht ersetzt werden - der Kunde wird also schuldlos doppelt abkassiert.

Festzustellen sind bei der Verfahrensweise folgende Mängel:
(*1) Das sog. Nutzermedium trägt eine Nummer. Über diese Nummer ist aus existierenden Datenbeständen feststellbar, wem diese Karte gehört und welcher Fahrausweis zugeordnet ist. Es gibt daher keinen sachlichen Grund, einen zahlenden Kunden, der sich keinerlei Pflichtverletzung schuldig gemacht hat, festzuhalten, mit einem Polizeieinsatz zu behelligen und als Schwarzfahrer zu verfolgen.
(*2) Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Behebung eines Defekts, der in keiner Weise dem Kunden anzulasten ist, sondern in der selbstgewählten Infrastruktur der Verkehrsunternehmen begründet ist, nicht unmittelbar von der feststellenden Stelle veranlasst wird - das wäre also die betreffende Kontrollkraft, oder zumindest eine beliebige Niederlassung eines der zusammengeschlossenen Verkehrsunternehmen. Stattdessen wird dem Kunden eine Odyssee über verschiedene Stellen von offenbar nicht kooperationswilligen Unternehmen aufgebürdet.
(*3) Es ist erst recht nicht nachvollziehbar, warum im Zeitalter von GlobalCloud eine offensichtlich durch einen technischen Defekt seitens der Verkehrsunternehmen begründete Verfolgung als Schwarzfahrer nicht automatisch aufgehoben wird, wenn der verursachende Defekt behoben wurde - zumal die BefBedV ohnehin  keine Grundlage für eine solche  Verfolgung liefert.

Insgesamt wird der Kunde hierbei unnötigerweise mit vielen Umständen belastet -um nicht zu sagen schikaniert-; die Grundsätze der Technikfolgenabschätzung wurden offenbar ignoriert, und man hat nicht den Eindruck, der Aufgabenträger hätte seine Hausaufgaben gemacht.

Besten Gruß!
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