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HAUTNAH: Die Fahrausweisprüfer

Kontrolleure kontrollieren, Filmteam filmt

„Sie sind ja nur deshalb so freundlich, weil das Fernsehen mit dabei ist“ – die Dame, die dies mit leicht vorwurfsvollem Blick sagt, ist an jenem Donnerstagmorgen im Oktober Fahrgast in einem ESWE-Bus der Linie 14, in dem soeben eine Fahrscheinkontrolle durchgeführt wird. Aber: Die Dame hat unrecht. Die beiden Fahrausweisprüfer, die gerade ihren täglichen Dienst verrichten, verhalten sich wie immer – höflich und äußerst korrekt.

Der Bart ist (fast) ab: Wer die früheren „Achtung, Kontrolle!“-Folgen mit „Hans“ (links) und „Eric“ gesehen hat, dem wird auffallen, dass sich „Eric“ zwischenzeitlich von seiner markanten Gesichtsbehaarung getrennt hat.

Den tatsächlichen Ablauf einer Fahrscheinkontrolle möglichst „lebensecht“ mit der Kamera einzufangen: Dies ist das dokumentarische Ansinnen der dreiköpfigen Crew der Hamburger Film- und Fernsehproduktionsfirma Elgin Wölk, die im Auftrag des Privatsenders Kabel 1 an diesem Tag in Wiesbaden dreht – und das schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren. Sie sind nämlich beliebt beim TV-Publikum, die beiden ESWE-Protagonisten: Fahrausweisprüfer „Eric“ und sein Kollege „Hans“ (die Fernseh-Pseudonyme verwendet auch das INFOMOBIL) haben sich mit ihren bisherigen Auftritten in der Serie „Achtung, Kontrolle!“ eine wahre Fangemeinde erworben.

Diese Fangemeinde mag klein sein, aber sie ist aktiv: Kaum werden am Tag nach den Dreharbeiten Fotos davon auf ESWEs Facebook-Seite veröffentlicht, hagelt es – ganz überwiegend positive – Kommentare, und die „Gefällt mir“-Daumen gehen nach oben. Das Wort „Kult“ wird heutzutage zwar inflationär gebraucht, doch bei „Hans“ und „Eric“, die seit 2012 bzw. 2013 als Fahrausweisprüfer im ESWE-Dienst stehen, kann man mit Fug und Recht feststellen: Die beiden sind fast Kult.

„Beim ersten Dreh waren wir noch ziemlich nervös, aber jetzt ist das Ganze beinahe schon Routine“, grinst „Eric“, und „Hans“ ergänzt: „Das Schöne ist, dass wir uns wirklich nicht verstellen müssen, sondern so sein können, wie wir sind.“ Natürlichkeit vor der Kamera zu zeigen: Dies gelingt an diesem Morgen allerdings nicht jedem. Mancher Fahrgast erkennt die Gelegenheit, „mal ins Fernsehen zu kommen“; doch genutzt wird diese Gelegenheit auf ganz unterschiedliche Weise: Während ein ertappter „Schwarzfahrer“ wortgewaltig ins TV-Mikrofon erklärt, weshalb er sich im Recht wähnt (aber: die Gültigkeit seines Semestertickets ist und bleibt abgelaufen), greift eine ältere Dame zu ganz anderen Mitteln, um die Aufmerksamkeit der Kamera auf sich zu lenken – unversehens verpasst sie „Erics“ Wange ein paar zarte Streicheleinheiten .

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