Sei Frischluftvorbild auf ganzer Linie!

Als umfassender Mobilitätsdienstleister verfolgt ESWE Verkehr das Ziel eines komplett emissionsfreien ÖPNV. Die Brennstoffzellentechnik unter Verwendung von „grünem“ Wasserstoff ist dabei ein zentraler Baustein, um die Luft- und auch die Lebensqualität in Wiesbaden zu verbessern.

„Eine nachhaltige Mobilität beginnt bei Angebot und Nachfrage. Mein Antrieb ist die Nutzung eines komplett emissionsfreien ÖPNV in Wiesbaden, weil ich dazu beitragen möchte, die Stadt lebenswerter zu machen. Jeder kann seine Einstellung dahingehend umprogrammieren und das Angebot des lokalen Personennahverkehrs stärker nutzen. Im Zuge der Digitalisierung sollten wir gerade im Alltag einen umweltfreundlichen Lebensstil fördern. ESWE Verkehr hat in meinen Augen mit der Umstellung auf einen komplett emissionsfreien ÖPNV eine Vorreiterrolle und handelt innovativ, das ist genau mein Ding!“

Tom, 32, Software-Ingenieur und Frischluftvorbild

Brennstoffzellenbusse: CaetanoBus S.A

Zehn Brennstoffzellenbusse bestellt: Nach erfolgter Bewertung und Abschluss des Vergabeverfahrens erhielt der portugiesische Fahrzeughersteller CaetanoBus S.A. mit seinem Modell „H2.City Gold“ den Zuschlag. Das erste Fahrzeug soll im dritten Quartal 2021 geliefert werden, die restlichen Fahrzeuge folgen bis Ende November 2021. Diese emissionsfreien Brennstoffzellenbusse sind ein weiterer wichtiger Baustein in der Umsetzung des Luftreinhalteplans der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung vom 27. Januar 2021.

Technische Details zum Fahrzeug:
Hersteller:
CaetanoBus S.A., Portugal
Modell: H2.City Gold mit zwei Türen
Antrieb: Brennstoffzelle von TOYOTA mit 60 kWh
Batterie: 44 kWh
Reichweite: über 400 km (bei garantiertem Durchschnittsverbrauch von < 9kg/100km)

Die Fahrzeuge werden durch das EU-Projekt „JIVE“ (Joint Initiative for Hydrogen Vehicles across Europe) mit 1,95 Mio. Euro und speziell im Rahmen des EU-Programms „Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking“ (FCH JU) gefördert. Eine weitere Förderung erfolgt mit insgesamt 1,68 Mio. Euro durch das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und vom Projektträger Jülich (PTJ) umgesetzt.

Zum FCH JU-Logo und den Namen sowie „JIVE“ und der Finanzierungslinie für das Projekt: Das JIVE-Projekt wurde vom gemeinsamen Unternehmen für Brennstoffzellen und Wasserstoff im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 735582 finanziert. Dieses gemeinsame Unternehmen wird vom Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont 2020 der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research, unterstützt.

ESWE-Verkehr-Wasserstofftankstelle
Bild: Wasserstofftankstelle

Die Wasserstofftankstelle

Ein wichtiger Grundstein in Richtung emissionsfreier Öffentlicher Personennahverkehr wurde mit der Inbetriebnahme der Wasserstofftankstelle auf dem Betriebsgelände der ESWE Verkehr gelegt. Der Bau der Tankstelle wurde durch Fördermittel der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz ermöglicht. 

Die Versorgung der Tankstelle wird mit „grünem“ Wasserstoff aus dem Energiepark Mainz gewährsleistet. Windräder produzieren dort den notwendigen Strom, der für die Erzeugung von Wasserstoff über Elektrolyse genutzt wird. So entsteht eine umweltfreundliche und regionale Wertschöpfungskette „vom Windrad zum Busrad“, die entscheidend zur Vision von ESWE Verkehr für einen ÖPNV mit Null Emissionen beiträgt. Die Tankstelle befindet sich im Eigentum des Verkehrsverbundes Mainz Wiesbaden (VMW).

Brennstoffzellenbus wird betankt auf dem Betriebshof von ESWE Verkehr

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Video „Emissionsfrei unterwegs. Wiesbaden fährt Brennstoffzellenbus." auf externer Plattform abspielen.

Am Anfang des Videos sieht man den gemieteten Brennstoffzellenbus von ESWE Verkehr durch die Straßen Wiesbadens fahren. Nachfolgend ist die Wasserstofftankstelle zu sehen, an der Brennstoffzellenbusse betankt werden. Abschließend sieht man einen Mitarbeiter von ESWE Verkehr bei einem Tankvorgang des Brennstoffzellenbusses an der Wasserstofftankstelle auf dem Omnibusbetriebshof von ESWE Verkehr.

Wasserstoff und Brennstoffzelle

Die Brennstoffzellentechnik ist eine Form der Elektromobilität. Im Vergleich zum Batteriebus verfügt ein Brennstoffzellenbus neben einer Batterie noch über einen weiteren Energiespeicher. Angetrieben werden Brennstoffzellenfahrzeuge mit mit elektrischer Energie die über Brennstoffzellen aus reinem gasförmigen Wasserstoff im Fahrzeug erzeugt wird. Als Abgas entsteht ausschließlich Wasserdampf.

Wasserstoff ist ein idealer Speicher für erneuerbare Energie wie Wind- oder Sonnenenergie. Im Gegensatz zu konventionellen Energiewandlern wie beispielsweise Verbrennungsmotoren oder Turbinen, die die chemische Energie des Kraftstoffs zuerst in thermische und dann in mechanische Energie umwandeln, erzeugen Brennstoffzellen aus der chemischen Energie des Kraftstoffs (Wasserstoff) direkt Strom. Der Wirkungsgrad eines Brennstoffzellen-Elektroantriebs liegt mit knapp 50 Prozent heute schon doppelt so hoch wie der eines modernen Dieselmotors. 

In der Brennstoffzelle wird ein Kraftstoff (meist Wasserstoff) und Sauerstoff (aus der Luft) mithilfe eines Katalysators und einer Membran zusammengeführt. Dabei entstehen Strom, Wasser und Wärme. Im Brennstoffzellenbus treibt der erzeugte Strom den Elektromotor des Fahrzeugs an. Im Fall des durch ESWE Verkehr angemieteten Fahrzeugs dient die zusätzliche, wassergekühlte Lithium-Ionen-Batterie als Zwischenspeicher für die erzeugte elektrische Energie. Die Batterie versorgt die beiden elektrischen Radnabenmotoren an der Antriebsachse mit insgesamt 160 kW Leistung sowie die Nebenaggregate des Fahrzeugs. Durch die Radnabenmotoren des Fahrzeugs ist es möglich, beim Abbremsen des Fahrzeugs Energie zurückzugewinnen, zu rekuperieren und in der Batterie zu speichern. 

Darstellung des Energiepark Mainz
Bildquelle: Energiepark Mainz

Der Energiepark Mainz

Im Energiepark Mainz wird seit 2015 „grüner“ Wasserstoff aus umweltfreundlicher Windenergie hergestellt. Wie das genau funktioniert, erklärt der 3-minütige Animationsfilm. Durch ein Elektrolyseverfahren wird hier überschüssiger Strom dazu benutzt, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu zerlegen. Man spricht daher auch von einer „Power to Gas“ Anlage. Der erzeugte Wasserstoff wird mittels eines Verdichters in Speichertanks auf dem Gelände verpresst und gelagert. So kann die Energie später bedarfsgerecht verwendet werden. Damit werden erneuerbare Energien flexibler einsetzbar und stehen dann zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden. Neben der Einspeisung ins Erdgasnetz wird das sogenannte Windgas an Wasserstofftankstellen für die Betankung von Fahrzeugen genutzt. Betreiber der Anlage sind die Linde Group und die Mainzer Stadtwerke AG. Die Anlage gehört zu den weltweit größten ihrer Art. 

Fragen und Antworten

Brennstoffzellenbusse

  • Wo steht die Wasserstofftankstelle?

    An der Grundstücksgrenze zur Gartenfeldstraße ist durch die Firma Linde eine Wasserstofftankstelle in Containerbauweise errichtet worden. Sie besteht aus einer Abfüllanlage für Tube-Trailer, mehreren Druckspeichern, einem ionischen Kompressor und der Zapfsäule.

Zeigt das Hessen-Logo, Rheinland-Pfalz-Logo und das ESWE-Verkehr-Submarkenlogo für Brennstoffzellenbusse

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