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Diese Meldung wurde am 09.10.2019 um 09:52 Uhr archiviert.

Detlev Bendel wird CityBahn-Ombudsmann für die Wirtschaft

Wiesbaden, 25. September 2019. Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol geht auf die Vorschläge der Wiesbadener Wirtschaft ein; er setzt für die CityBahn künftig einen Ombudsmann ein. Er stellte am Dienstag, 24. September 2019, den ehemaligen Wirtschaftsdezernenten Detlev Bendel öffentlich vor, der diese Funktion wahrnehmen soll. „Detlev Bendel ist bestens in die Wiesbadener Wirtschaft vernetzt, er weiß, was die Wirtschaft bewegt, ist über Parteigrenzen hinweg anerkannt und kennt alle Ansprechpartner in Verwaltung und Politik“, so Kowol.

Detlev Bendel, der anfangs der CityBahn selbst kritisch gegenüberstand, betonte: „Die CityBahn ist sicher kein Allheilmittel, aber ein wichtiger Baustein für den Verkehr in unserer Stadt. Der Individualverkehr und der öffentliche Nahverkehr müssen miteinander vernetzt werden, um den wachsenden Verkehrsströmen Herr zu werden. Die Interessen der heimischen Wirtschaft müssen jedoch besser gehört werden. Dafür setze ich mich gerne ein, damit wir das Projekt nicht leichtfertig verspielen.“ 

Erst letzte Woche hatte die Werbegemeinschaft „Wiesbaden wunderbar“ gefordert, die Gewerbetreibenden bei Verkehrsfragen besser einzubinden. Die Vorsitzende, Ilka Guntrum, forderte einen kompetenten Ansprechpartner, „der die Sorgen und Nöte der Geschäftsleute aufnimmt, versteht und Lösungen mit allen Beteiligten entwickelt“. In der Vergangenheit hatten auch Wiesbadener Einzelhandelsvertreter wie die Biebricher Interessengemeinschaft (BIG) oder der Einzelhandelsverband Hessen-Mitte-Süd oder auch die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden tiefergehende Informationen zur CityBahn verlangt.

„Eine starke Verkehrsanbindung nutzt der gesamten Stadt; auch, damit Arbeitskräfte und Kunden aus dem Umland leichter die Wiesbadener Unternehmen erreichen. Deshalb möchte ich diese bei der Planung der CityBahn besser einbinden als das in der Vergangenheit der Fall war“, sagte Kowol. Er freue sich, dass sich Detlev Bendel bereit erklärt habe, diese Funktion zunächst ehrenamtlich zu übernehmen. „Aufgrund seiner Erfahrungen wird Detlev Bendel diese neue Scharnierfunktion zwischen der CityBahn-Gesellschaft, der Stadt, den Planern und der Wirtschaft sehr gut ausfüllen können“, sagte der Umwelt- und Verkehrsdezernent.

Von Seiten der CityBahn GmbH zeigt man sich auch sehr zufrieden mit der Einrichtung und Besetzung der Funktion eines Ombudsmannes für das Großprojekt: „„Die Besetzung einer Schnittstellenfunktion zwischen Wirtschaftstreibenden und Bahn-Projekt, kann der Sache nur gut tun. Aus diesem Grund begrüße ich die Maßnahme ausdrücklich und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit,“ gibt sich Gesamtprojektleiter Kai Mumme von der CityBahn sehr zuversichtlich.

Detlev Bendel war 17 Jahre lang – von 2001 bis 2018 – hauptamtlicher Dezernent in Wiesbaden. „Er hat in dieser langen Zeit bewiesen, dass er die Sprache der Wirtschaft spricht und dass er ein echter Lokalpatriot ist – Eigenschaften, die für den Prozess der CityBahn-Planung immens wichtig sind“, führte Kowol aus. Daher schätze er sich sehr glücklich, dass Detlev Bendel sofort „ja“ gesagt habe, sich für diese anspruchsvolle Aufgabe zur Verfügung zu stellen. 

„Die Zukunft meiner Heimatstadt liegt mir am Herzen, ich vermittele deshalb gern, wo ich kann“, sagt der neue Ombudsmann. „Die CityBahn wird Veränderungen und Umgewöhnungen mit sich bringen, aber auch Chancen für den Wirtschaftsstandort. Daher begrüße ich, dass die Streckendiskussion noch nicht abgeschlossen ist und wir gemeinsam an der besten Lösung arbeiten können“, so der 66-jährige gebürtige Bierstadter.

Als Ombudsmann ist Detlev Bendel künftig direkter Ansprechpartner für die Wiesbadener Wirtschaft – insbesondere für Einzelhandel und Gastronomie – in den Fragen zur CityBahn. In seiner Funktion wird er auch direkt auf die Gewerbetreibenden zugehen, um sich ein Bild von deren offenen Fragen zur Bahn zu machen. Ferner sieht er seine Aufgabe darin, niedrigschwellig zu vermitteln und beim Vorhabenträger Druck zu machen, dass Anregungen aus der Wirtschaft umgesetzt werden. Auch in einer späteren Bauphase kann sich der ehemalige Dezernent für Wirtschaft und Liegenschaften gut vorstellen, als direkter Ansprechpartner für Gewerbetreibende entlang der Strecke zur Verfügung zu stehen. „Eine Baustelle wirft bei Anwohnern und Anliegern immer Fragen auf. Mit einem abgestimmten und professionellen Baustellenmanagement kann man viele Probleme vermeiden“, sagte Detlev Bendel. Zudem müsse man gerade den Gewerbetreibenden in der Bauphase aktiv unter die Arme greifen und mit innovativen Ideen helfen, die Belastungen zu überbrücken.

1 Kommentar zu dieser Meldung

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Heinz Haberkorn · 26.09.2019, 15:21 Uhr

Man kann sich nur wünschen, dass die Gewerbetreibenen ihre eigenen Interessen besser erkennen und verfolgen, dann werden auch sie für die Citybahn sein. Als die nordspanische Stadt Pontevedra vor 20 Jahren die Altstadt autofrei machte, haben die Gewerbetreibenden mit Protesten und gar Prozessen reagiert. Inzwischen haben sie die Erfahrung gemacht, dass sie als einzige Stadt in Spanien die "crisis" gut überstanden haben, weil ihre potenziellen Kunden zu Fuß an ihren Geschäften vorbeikommen, ihre Auslagen anschauen und öfter mal reinkommen, statt im Auto schnell vorbeizufahren. Dazu bessere Luft, Platz für Fußgänger und Radfahrer, für Feste und Feiern, keine Verkehrstoten (vorher 2-3 pro Jahr), selbständigere Kinder, mehr Kontakte und Gespräche. Und der Bürgermeister, der außerhalb wohnt, parkt sein Auto am Stadtrand und begrüßt auf dem Weg zum Rathaus einige seiner Bürger und hält manchen Plausch; er ist sozusagen täglich "VorOrt".

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