Internationale Delegation informiert sich bei ESWE Verkehr über Elektromobilität im ÖPNV
Wiesbaden, 21.09.2026. Im Rahmen einer internationalen Studienreise hat eine Delegation aus Lateinamerika ESWE Verkehr besucht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen von Verkehrsministerien, kommunalen Verkehrsbehörden und Busunternehmen aus acht Ländern. Sie informierten sich über den Ausbau der Elektromobilität im öffentlichen Nahverkehr in der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Im Mittelpunkt stand der praxisnahe Austausch zu Betrieb und Management einer elektrischen Busflotte, zu Ladeinfrastruktur sowie zu Erfahrungen, Herausforderungen und Learnings beim Umstieg vom Diesel- auf den Elektroantrieb. Weitere Themen waren Digitalisierung und intelligente Betriebssteuerung. Die Delegation ließ sich beispielsweise den Betriebshof mit Last- und Lademanagement und die Leitstelle zeigen. In Wiesbaden werden bereits rund 44 Prozent der Verkehrsleistung elektrisch erbracht.
Die von Geschäftsführerin Marion Hebding begrüßten Gäste waren beeindruckt und stellten zahlreiche praxisnahe Fragen etwa zur Wirtschaftlichkeit: Lohnt sich ein Elektrobus in den Betriebskosten im Vergleich zum Dieselbus? Marcel Markwica (Geschäftsbereich Technik und Infrastruktur) erläuterte, dass ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug in der Anschaffung teurer ist und auch die Ladeinfrastruktur ins Gewicht fällt. Die reinen Betriebskosten seien jedoch deutlich geringer, weil Strom wesentlich günstiger ist als fossiler Kraftstoff.
Das von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) fachlich begleitete Programm verbindet finanzielle Unterstützung mit technischer Beratung und zielt darauf, den Rollout elektrischer öffentlicher Verkehrsmittel in Lateinamerika zu beschleunigen. Beide Seiten bewerteten den Besuch als wertvollen Beitrag zum internationalen Wissenstransfer.
