Wiesbadener Liniennetzreform startet am 3. Oktober 2027
Wiesbaden, 18.09.2026. Jetzt steht fest, wann es losgeht: Am 3. Oktober 2027 startet die Liniennetzreform in Wiesbaden. Der ursprünglich für August geplante Beginn wurde in Abstimmung mit der Landeshauptstadt Mainz auf die Herbstferien verschoben. Damit steht eine zweiwöchige Übergangszeit in einer verkehrsschwächeren Ferienphase zur Verfügung.
„Eine Liniennetzreform dieser Größenordnung muss sorgfältig vorbereitet werden. In Wiesbaden sind zahlreiche Maßnahmen zu organisieren: Haltestellen müssen angepasst, rund 80 neue Bussteige eingerichtet und 15 neue Haltestellen geschaffen werden. Das braucht Zeit und eine gute Abstimmung – auch mit der Landeshauptstadt Mainz, wo wichtige Linien durchführen. Dort wird dann im Herbst der Weg frei von Baustellen sein. Wir wollen, dass alles zum Start klappt und jeder Bürger bestens informiert ist“, sagt Verkehrsdezernent Marc Dahlen.
Mit der Liniennetzreform werden rund 900 bestehende Haltebereiche mit neuen Informationen ausgestattet. Zudem ist die Neukonzessionierung, also behördliche Genehmigung von rund 50 Linien beim Regierungspräsidium vorgesehen. Das aktuelle Busnetz besteht in seinen Grundzügen seit über 60 Jahren und wurde für die Reform komplett überarbeitet. Das historisch gewachsene System entspricht nicht mehr den modernen Mobilitätsbedürfnissen der Stadt.
Bei ESWE Verkehr laufen die Vorbereitungen seit längerer Zeit. Parallel werden derzeit notwendige Anpassungen im Straßenraum und weitere Maßnahmen für die Umsetzung organisiert. Ein zentraler Baustein ist die Information der Fahrgäste. Das von ESWE Verkehr beauftragte Kommunikationskonzept wird derzeit erarbeitet und soll im Oktober vorliegen. Anschließend beginnt die Umsetzung einer umfangreichen Kampagne, die bereits in diesem Jahr startet und ab Anfang 2027 öffentlichkeitswirksam intensiviert wird.
„Unser Ziel ist, dass jeder Fahrgast rechtzeitig weiß, was sich auf seiner Strecke ändert und wie er künftig unterwegs sein kann. Dafür setzen wir auf eine verständliche und breit angelegte Kommunikation – von analogen Informationen vor Ort bis zu digitalen Angeboten. Schülerinnen und Schüler, Pendlerinnen und Pendler, Seniorinnen und Senioren und alle weiteren Zielgruppen sollen gezielt erreicht werden“, betont Marion Hebding, Geschäftsführerin von ESWE Verkehr.
Weitere Informationen über Wiesbadens Mobilitätsdienstleisterin sind auf www.eswe-verkehr.de oder auch über die Kanäle in den sozialen Netzwerken abrufbar.